spielbericht-fsv-friedrichshaller-sv-sg-bad-wimpfen-i

Spielbericht FSV Friedrichshaller SV – SG Bad Wimpfen I

FSV Friedrichshaller SV – SG Bad Wimpfen                                                                     2:1 (1:1)

 

Am sechsten Spieltag fuhr man mit zwei „Zu-Null-Spielen“ und dem ersten Sieg im Rücken zum punktlosen Tabellenschlusslicht nach Bad Friedrichshall. Auf dem großen Rasenplatz in der Nachbarstadt, der offensichtlich seit Wochen keinen Rasenmäher mehr gesehen hatte, kam die SG ewig nicht in die Partie. In der ersten viertel Stunde hatten die Gäste eigentlich nur sporadisch den Ball und wenn sie ihn hatten, gaben sie ihn gleich wieder her. Viel zu hektisch, überhastet und unkonzentriert ging man die Partie an. So war der Rückstand nur folgerichtig. Ein FSV-Spieler drang von unserer linken Abwehrseite in unseren Strafraum ein, konnte mehr oder weniger unbedrängt auf die Grundlinie marschieren, von wo aus er den Ball zurücklegen konnte. Aus wenigen Metern hatte sein Mitspieler keine Mühen, einzunetzen. Erst jetzt begannen die ersten Offensivbemühungen der Stauferstädter. Quasi im Gegenzug war im Strafraum der Hausherren Matthias Klinkert schneller am Ball als der FSV-Torhüter, welcher den Richtung Eckballfahne laufenden Matthias einfach von hinten umrannte. Elfmeter? Fehlanzeige. Der junge Schiedsrichter entschied auf Abstoß. (???) Fünf Minuten später kam erneut Matthias Klinkert an die Kugel, setzte sich auf der linken Seite durch und flankte maßgenau in die Mitte, wo Matthias Geiger am langen Pfosten nur noch den Kopf zum Ausgleich hinhalten musste. Wer aber jetzt gedacht hat, dass der Ausgleich den Wimpfener Jungs Sicherheit gibt, sah sich getäuscht. Fast jeder „zweite Ball“ landete bei einem Friedrichshaller, defensiv stand man speziell im Mittelfeld zu weit von seinem Gegenspieler entfernt, defensiv wie offensiv war ein großes Loch im Mittelfeld, offensiv verrannten man sich oft in ausweglose Einzelaktionen, rannte sich fest oder verpasste den richtigen Moment, den Ball abzuspielen. Erwischte man diesen Moment mal, war der Pass meist ziemlich ungenau, sodass der Empfänger nichts mit anfangen konnte, sofern er überhaupt ran kam. Einer der wenigen Pässe, die ankamen, spielte Matthias Geiger auf Matthias Klinkert in der 49. Minute. Stark bedrängt scheiterte aber Herr Klinkert am FSV-Torhüter. Das war es dann aus fussballerischer Sicht mit der SG. In der 56. Minute hatte man gar großes Glück, nicht in Rückstand zu geraten. Nach eigenem Eckball lief man – offen wie ein Scheunentor – in einen Konter. Auf unserer rechten Abwehrseite lief ein FSV-Spieler mit Ball bis in unseren Strafraum, legte dort quer auf einen mitgelaufenen Mitspieler, der den Ball nur aus etwa sechs Metern ins leere Tor hätte schieben müssen. Vorbei. Zwölf Minuten später war es dann aber dennoch in einer schwachen Partie soweit. Erneut spielte Friedrichshall schnell in die Spitze und Dennis Bopp wusste sich nur noch mit einem Foul zu helfen. Ob das Foul im Strafraum, auf der Linie, welche zum Strafraum gehört, oder außerhalb stattfand, wird wohl mangels Kamerabilder nie final geklärt werden können. Auf jeden Fall zeigte der Unparteiische auf den Punkt. 2:1. In der Schlussphase versuchte es die SG mit der Brechstange, aber außer eine paar letztlich ungefährlichen Strafraumszenen kam nichts mehr dabei heraus. So bleibt eine Niederlage im ersten wirklich schwachen Spiel der SG in der Bezirksliga und die Hoffnung, dass man die richtigen Lehren daraus zieht und es kommenden Sonntag gegen Nordhausen besser macht.

 

Tore: 1:0 (14. Min.), 1:1 Geiger (20. Min.), 2:1 (78. Min./FE)

 

es spielten: Lunczer, Würz, Bopp (79. Min. Scheer), Sitter, J. Dähnel, Geiger, Velija (54. Min. Gürler), Luft, Sieber, Balb, Klinkert