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Spielbericht SC Amorbach II – SG Bad Wimpfen II

SC Amorbach II – SG Bad Wimpfen II                                                                                   0:1 (0:0)

Gleich eines vorne weg: Solche Spiele verliert man nach den Gesetzen des Fußballs eigentlich mit 1:0 durch ein dummes Eigentor. Warum wir trotzdem gewonnen haben erklärt sich letztlich darin, dass die Gastgeber mit einem Freistoß ihre einzige gefährliche Szene hatten und gegen Ende stehend k.o. waren.

Der Reihe nach: Die erste gute Möglichkeit für die SG hatte Tim Gerhardt in der fünften Minute. Nach einem Eckball von Talha Gökgöz kam der Ball über Umwege zu ihm und er schlenzte diesen vom Eck des Fünfmeterraumes am langen Dreieck vorbei. Nach einer knappen viertel Stunde spielte Moritz Schuischel einen genialen Pass aus der eigenen Hälfte genau in den Lauf von Tim Bergander, der dann alleine auf das Tor der Amorbacher zulief. Er schoss letztlich am Ziel vorbei. In der 15. Minute hatte Amorbach oben angesprochenen Freistoß etwa 22 Meter vor unserem Tor. Dieser wurde toll getreten, Dirk Zimmermann konnte den Ball aber mit einer Glanzparade aus dem Winkel zerren. Drei Minuten später brannte es wieder auf der anderen Seite. Talha Gökgöz setzte sich toll gegen drei Gegenspieler durch und legte den Ball von der Grundlinie aus zurück auf den Elfmeterpunkt zu Tim Bergander. Der überlegte aber so lange, bis er erfolgreich gestört werden konnte. Nach einer knappen halben Stunde setzte sich Tim Bergander gut im Strafraum durch und legte dann seinerseits zurück, aber Abnehmer Dietmar Henrich schaffte es, den Ball aus sechs Metern zwei Meter drüber zu schießen. Fünf Minuten später hatte Marcel Schmid den Ball in aussichtsreicher Position. Offensichtlich gab es für dieses Spiel eine neue Regel: Der Trainer darf kein Tor schießen. Denn anstatt den Ball in aller Ruhe in irgendein Eck des Tores zu schieben, wartete er und wartete und wartete und legte dann nochmals quer und ein Amorbacher konnte eingreifen. Zwei Minuten später wieder eine hochkarätige SG-Chance. Tim Gerhardt setzte sich energisch durch und passte auf Tim Bergander, der dieses Mal zu genau zielte und an den Innenpfosten schoss. So ging es mit 0:0 in die Pause, obwohl man locker hätte fünf bis sechs Tore schießen können, eigentlich müssen.

Und es ging genau so weiter. In der 51. Minute dachte Tim Bergander wohl, dass das was seine Trainer kann, er auch könne. Völlig frei zentral etwa acht Meter vor dem Tor hatte er den Ball und wartete und wartete und wartete … und legte den Ball dann quer. Natürlich kam da dann ein Amorbacher hin. Fünf Minuten später spielten Nico Spengler und Marcel Schmid einen gelungenen Doppelpass im Strafraum, letztlich konnte der SC-Torspieler den Spengler-Abschluss aber mit dem Fuß von der Linie holen. Und weiter hatte die SG Chance um Chance und weiter wurden alle samt vergeben. Beispielsweise wurde ein Carbone-Schuss aus vier Metern noch geblockt, Nico Spengler bekam den Ball toll in die Gasse gesteckt, anstatt aber alleine auf das Tor zuzulaufen wartete er auf den Abseitspfiff und als dieser nicht kam, war es zu spät mit dem Loslaufen. Die Zeit rannte davon, man hatte aber eh das Gefühl, dass heute noch stundenlang gespielt werden konnte, die SG würde kein Tor schießen. Weiteres Beispiel gefällig? Bitte schön. Eckball SG, der TW lässt den Ball direkt vor die Füße von Mirko Leitz fallen und dieser schießt aus einem Meter ins Tor. Natürlich nicht! Er schießt aus einem Meter an den Pfosten.  Und dann kam sie, die 88. Minute. Routinier Christopher Lust, der eigentlich spielte, damit hinten nichts anbrennt, wofür die Amorbacher aber selber sorgten, hielt es hinten nicht mehr aus. Weit in des Gegners Hälfte spielte er aus halblinker Position Tim Bergander an der Strafraumlinie an. Dieser nahm den Ball mit dem Rücken zum Tor stehend an, stellt gut seinen Körper zwischen den Ball und seinen Gegenspieler, drehte sich nach links und stand plötzlich frei vor dem Tor, zielte auf das rechte Eck, schoss … und zur Überraschung aller, er traf. Endlich das längst überüberüberüberfällige 0:1. Dass die Amorbacher in der Nachspielzeit noch die gelb-rote Karte bekamen, hatte mit dem Spielverlauf nichts mehr zu tun.

Letztlich hatte man Glück, dass das Tor doch noch fiel und man sah wieder, dass es alles recht und schön ist, wenn man bis vor dem Tor gut spielt. Im Fußball kommt es aber letztlich darauf an, dass man Tore schießt.

Tor: 0:1 Bergander (88. Min.)

bes. Vorkommnisse: gelb/rot Amrobach (90. Min.)

es spielten: Zimmermann, Schmid (64. Min. Carbone), Gerhardt (58. Min. Holzmann), Schuischel (82. Min. Gerhardt), Luft, Gökgöz (66. Min. Afdo), Bergander, Henrich (82. Min. Schmid), Banhardt, Leitz, Scheer (46. Min. Spengler)