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Spielbericht SG Bad Wimpfen I – FV Wüstenrot

SG Bad Wimpfen – FV Wüstenrot                                                                                        5:2 (3:2)

Nach der deftigen Niederlage gegen die Aramäer war Wiedergutmachung angesagt und das Heimspiel gegen den FV Wüstenrot begann mit einem Paukenschlag – der ausblieb. In der vierten Spielminute bekam Nico Dobmeier im gegnerischen Strafraum den Ball und wurde klar gefoult. Dieses Foul sahen alle und hörten alle, außer dem Schiedsrichter, dessen Pfeife zur Verwunderung nicht nur der Wimpfener stumm blieb. Und dann kam es wie es kommen musste. Gerade als die SG das Heft in die Hand zu nehmen schien, konterte der FV schön und nach einer Flanke von unserer rechten Seite stand der Wüstenroter Spieler Daniel Alankus am langen Eck des Fünfmeterraumes ziemlich frei und nickte dankend ein. Die Hausherren zeigten sich aber wenig bis gar nicht beeindruckt und spielten weiter. In der 15. Minute erlief Nico Dobmeier einen Pass von der Defensive des Gegners, stand dann aber ziemlich spitz zum Tor und verzog knapp.  Drei Minuten später spielte Matthias Klinkert einen tollen Pass in die Gasse genau in den Lauf von Dennis Vollmer, der dann aber ebenfalls verzog und sein Ziel verpasste. Weitere fünf Minuten später fiel der Ball mehr oder weniger zufällig Nico Dobmeier knapp außerhalb des Fünfmeterraumes vor die Füße. Er war aber so überrascht, dass er letztlich keinen Druck hinter den Ball bekam und so der Torhüter den Schuss halten konnte. In der 26. Minute gab es einen Freistoß für Bad Wimpfen etwa 22 Meter vor dem Gehäuse der Gäste. Nico Dobmeier setzte diesen aber knapp am linken Pfosten vorbei. Zwei Minuten später fasste sich Hamdi Ajili ein Herz. Der mit aufgerückte Defensivspieler zog aus 30 Metern einfach mal ab und der Torspieler des FVs konnte ihn lediglich mit viel Mühe auf die Seite wegklatschen. Nico Dobmeier holte sich den Ball bevor er zum Eckball ins Aus rollte, passte in die Mitte zu Dennis Vollmer, der dann den längst fälligen Ausgleich erzielte. Während die SG sich aber offensichtlich noch im Torjubel befand klingelte es schon wieder auf der anderen Seite. Wüstenrots Torjäger Fabio Schumacher ließ sich nur eine Minute nach dem Ausgleich die Chance zur erneuten Gästeführung nicht nehmen. Aber auch die Wüstenroter jubelten offensichtlich zu lange. Dieses Mal dauerte es zwei Minuten ehe das Netz auf der anderen Seite wieder wackelte. Tim Gerhardt flankte von der rechten Seite genau zwischen Fünfmeterraum und Elfmeterpunkt. Moritz Schuischel sprang erst noch unter der für ihn zu hohen Flanke hindurch, aber einen Meter hinter ihm schraubte sich Matthias Klinkert in die Höhe. Mit vorbildlicher Körperhaltung köpfte er das Ding schulbuchmäßig entgegen der Laufrichtung des Torhüters zum 2:2 ins lange Eck. Und wer jetzt schon froh war, wenigstens mit einem Unentschieden in die Pause gehen zu können, dem machte Yannik Waiz einen Strich durch die Rechnung. Er holte sich einen etwas zu kurz geratenen Freistoß von Hamdi Ajili, dribbelte von leicht rechter Position nach Innen und schlenzte den Ball wunderschön unhaltbar zur erstmaligen SG-Führung in den Winkel. Fünf Minuten vor der Halbzeit musste die SG nochmal mit vereinten Kräften in höchster Not vor dem eigenen Tor klären und dann bat der Schiedsrichter zur Pause.

Nach Wiederanpfiff waren es die Gäste, die das Zepter übernahmen. Die Abwehr musste alle Beine bemühen, um den Ausgleich zu verhindern und wenn mal kein Bein mehr da war, gab es da noch einen Torhüter namens Jan Nicklausson zwischen den Pfosten. In der 53. Minute beispielsweise konnte die SG erneut Fabio Schumacher nicht verteidigen, der dann etwa aus sechs Metern abzog. Aber unsere „Katze“ Jan tauchte blitzschnell ab und parierte das Ding. Und was macht eine gute Mannschaft, wenn der Gegner auf den Ausgleich drängt? Sie schießt ein Tor. So geschehen nach knapp einer Stunde Spielzeit. Die SG kombinierte aus der eigenen Abwehr heraus bis der Ball noch weit in der eigenen Hälfte zu Yannik Waiz kam. Der spielte dann unter starker Bedrängnis einen Traumpass direkt in den Lauf von Nico Dobmeier. Dieser wiederrum nahm den Ball so an, wie es vermutlich in vielen Lehrbüchern steht, setzte sich gegen seinen Gegenspieler durch, blieb vor der Bude cool und es stand 4:2. Wüstenrot drückte aber im Anschluss weiter, wobei die SG-Defensive stabil blieb und keine nennenswerten weiteren Chancen mehr zuließ. Im Gegenteil. Nico Dobmeier entschied mit seinem zweiten Streich die Partie. Einen langen Ball von Hamdi Ajili stoppte er mit dem Rücken zum Tor mit der Brust, zog etwas nach außen, spielte dort auf engstem Raum zwei Wüstenroter schwindelig, denen es jetzt noch den Helm drehen dürfte, zog wieder nach innen, zog ab und der Ball landete genau im Winkel. Das Spiel war durch, der Fisch geputzt. Noch vor dem Abpfiff hätte Tom Elser nach einen ebenfalls tollen Pass von Jesse Weippert gar das 6:2 erzielen können. Der Pfosten stand aber im Weg und wie sagte Freiburgs Trainer am Wochenende sinngemäß? Ein Pfosten ist dazu da, dass er mal einen Ball abbekommt.

Letztlich blieb es also beim 5:2-Heimsieg, der durch eine gute geschlossene Mannschaftsleistung zustande kam. Die Einstellung stimmte und entsprechend gingen sie alle zu Werke. So kann es weitergehen.

Tore: 0:1 (11. Min.), 1:1 Vollmer (28. Min.), 1:2 (29. Min.), 2:2 klinkert (31. Min.), 3:2 Waiz (36. Min.), 4:2 Dobmeier (58. Min.), 5:2 Dobmeier (79. Min.)

es spielten: Nicklausson, Schuischel (75. Min. Schulz), Ajili, Weippert, Gerhardt, Dobmeier, Dähnel, Luft, Waiz (78. Min. Imer), Vollmer (85. Min. Elser), Klinkert (68. Min. Bartruff)