spielbericht-sgm-krumme-ebene-sg-bad-wimpfen-i

Spielbericht SGM Krumme Ebene – SG Bad Wimpfen I

Bezirkspokal Halbfinale: SGM Krumme Ebene I – SG Bad Wimpfen I                                                                                      3:1 (3:1)

Im Halbfinale des Unterländer Bezirkspokals traf man in Bachenau am Vatertag auf den Zweiten der Kreisliga A, die SGM Krumme Ebene, die im Viertelfinale den VfL Brackenheim ausschalteten. Von Beginn an war die SGM die bessere Mannschaft und drängte den Bezirksligisten teilweise in die eigene Hälfte. Die SG war defensiv viel zu passiv, ließ den Gegenspielern viel zu viel Platz, war körperlich und gedanklich zu langsam. Nach vorne agierte man viel zu umständlich oder mit langen Bällen, die alle samt verloren waren. Erste wirklich gefährliche Aktion hatten die Hausherren dann in der 14. Minute. Sascha Wirth, der mit seinen beiden Assistenten an der Linie die Begegnung leitete, entschied auf indirekten Freistoß im Strafraum der SG und ehe die SGler überhaupt begriffen was Sache war, führte SGM-Spielertrainer Pascal Marche den Freistoß schnell aus und den Torschuss konnte Fabian Lunczer gerade noch so mit der Fußspitze zum Eckball klären. Der Eckball flog herein, konnte nicht verteidigt werden und es stand völlig verdient 1:0. Die erste und auch einzige gefährliche Situation vor dem Tor der SGM in der ersten Halbzeit sahen die vielen Zuschauer vier Minuten später. Matthias Klinkert erhielt den Ball knapp in der Hälfte des Gegners und spielte Benedikt Kuhne in den Lauf. Der setzte sich energisch gegen seinen Kontrahenten durch und erzielte den Ausgleich. Wer aber dachte, die SG würde jetzt ins Spiel finden, den Pokalkampf annehmen und den Gegner unter Druck setzen sah sich getäuscht. Zwei Minuten nach dem Ausgleich, hätte die SGM wieder in Führung gehen müssen. Einen schnellen Konter der Hausherren, bei dem sie letztlich sogar mit 3:1 in personeller Überzahl waren, spielten sie vor dem Tor schlecht aus und die SG hatte Glück. Nach einer guten halben Stunde schlug es dann aber doch wieder ein im Kasten der SG. Über unsere rechte Abwehrseite ging es der SG offensichtlich wieder zu schnell, die Flanke kam flach vor unser Tor und weder Abwehrspieler noch Torhüter fühlten sich wirklich zuständig, sodass der lachende Dritte ein Spieler der SGM war und dankend einschob.  Schon fast die Vorentscheidung fiel in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit. Anstatt den Ball zu klären, schlug man eine Kerze am eigenen Strafraum und wusste sich, als der Ball wieder herunter kam, nur mit einem Foul zu helfen. Den fälligen Freistoß an der Strafraumlinie konnte Fabian Lunczer parieren, den Nachschuss klärte ein Abwehrspieler auf der Linie, aber der zweite Nachschuss aus dann etwa 18 Metern durch Freund und Feind hindurch schlug im langen Eck ein.

In der zweiten Halbzeit präsentierte sich die SG endlich als würdiger Halbfinalist. Kein Vergleich zur ersten Hälfte. Die Jungs von Gerd Kieweg waren präsent, energisch und endlich bereit, den Kampf anzunehmen. Man bestimmte jetzt das Geschehen und die Partie verlagerte sich in die Hälfte der SGM. Es bot sich jetzt auch die eine oder andere Chance, den Anschluss zu erzielen.  In der 70. Minute flankte beispielsweise Daniel Haußmann, der übrigens einer der wenigen Wimpfener war, die über 90 Minuten ein gutes Spiel machten, vor das Tor auf Matthias Geiger. Der stand alleine vor dem Torhüter. Die Flanke kam aber ausgerechnet in einer Höhe, mit der Herr Geiger nichts anzufangen wusste. Fuß, Schenkel oder doch Kopf? Situation vorbei. Der Anschluss wollte und wollte nicht gelingen und in der 80. Minute vergaben die Hausherren bei einem Konter gar eine 1000%ige Chance und ließen die wenigen Hoffnungen der Wimpfener noch am Leben. Zwei Minuten später flog ein Eckball vor das Tor der SGM. Der ansonsten gute Torhüter tauchte trotz seiner gefühlten 2,20 Meter unten durch und der Ball lag direkt vor der Torlinie, wo SGler und SGMler versuchten, den Ball über die Torlinie beziehungsweise weit davon weg zu befördern. Plötzlich Jubel der Gäste, aber der Torpfiff blieb aus. Florian Schulz, rannte zum Linienrichter, um zu reklamieren. Offensichtlich wählte er in der aufgebrachten Situation die falschen Worte, denn nach Rücksprache mit dem Assistenten zeigte der Schiedsrichter Flo die rote Karte. Von meiner Position aus, Höhe der Mittelinie, konnte ich unmöglich sehen, ob der Ball im oder vor dem Tor war und da in dieser Situation bestimmt acht bis zehn Spieler im Fünfmeterraum waren, ist es zumindest möglich, dass sowohl dem Schiedsrichter als auch dem Linienrichter die Sicht versperrt war. Laut Aussagen der SG-Spieler war der Ball hinter der Linie, also im Tor. Bis zum Ende versuchte die SG nun mit der Brechstange zumindest noch den Anschluss zu erzielen, um durch einen lucky punch dann doch noch in die Verlängerung zu kommen. Vergeblich. Es blieb beim letztlich verdienten Erfolg der SGM, denen wir zum Einzug ins Finale gratulieren und dort viel Erfolg wünschen. Die SG hat das Spiel eindeutig in den ersten 45 Minuten verloren und darf sich nach einer solchen Leistung nicht wundern, ausgeschieden  zu sein. Schade, aber Lebbe geht weiter.

Tore: 1:0 (14. Min.), 1:1 Kuhne (18. Min), 2:1 (35. Min.) 3:1 (45. Min.)

bes. Vorkommnisse: rote Karte Schulz (82. Min.)

es spielten: Lunczer, Reis (87. Min. Bergander), Sieber, Bopp, Haußmann, J. Dähnel, Geiger, Bühler (51. Min. Breuling, 83. Min. Vollmer), Kuhne, Klinkert (65. Min. Gerhardt), Schulz