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Spielbericht Spfr. Lauffen – SG Bad Wimpfen I

Spfr. Lauffen – SG Bad Wimpfen I                                                                         2:2 (2:1)

Ein Spiel unter der Woche abends, schon mal von vornherein ungewohnt. Gewitter über dem Spielfeld, auch nicht alltäglich. Der Schiedsrichter ließ die Mannschaften nicht zum Warmmachen und so verharrte man fertig umgezogen in der Kabine beziehungsweise davor und wusste dabei lange nicht, ob das Spiel angepfiffen wird. Endlich. Als das Spiel normal schon lange hätte angestoßen sein müssen, gab der Unparteiische grünes Licht und schickte die Jungs zum Aufwärmen. Und schon beim Aufwärmen fiel dem nur einigermaßen aufmerksamen Zuschauer auf, dass die Jungs vom Tabellenführer brannten, was bei der SG-Truppe nicht so unbedingt festzustellen war. Lauffen spielte 7 gegen 7 am anderen Ende des Platzes und es kam ein aggressives, motiviertes, heißes Geschrei bei den Wimpfener Zuschauern an. Wie Wimpfener machten sich direkt vor uns warm und man hört … nichts. Also gut, Eindrücke können auch täuschen. Anstoß um 20:05 Uhr – und der Eindruck täuschte nicht. Lauffen war heiß, presste aggressiv, ließ den Jungs aus der Kurstadt überhaupt nicht die Möglichkeit, ihr Spiel aufzubauen. Bereits in der fünften Minute hatte die SG Glück. Eine flache Flanke von unserer rechten Abwehrseite kam vor unser Tor und ein Lauffener Stürmer kam wenige Meter vor der Bude nur einen halben Schritt zu spät. Die SG war offensiv so gut wie nicht auf dem Platz und defensiv war sie in höchstem Maße gefordert – offensichtlich manchmal fast überfordert. Natürlich war der Platz tief, rutschig und schwer bespielbar. Während er vor dem Anstoß richtig gut da lag, flogen schon nach wenigen Minuten Grasbüschel und Dreckbollen durch die Luft und der Rasenplatz sah stellenweise aus wie ein Minenfeld. Aber Lauffen spielte auf demselben Platz und sie nahmen die Situation an. Freistoß Lauffen auf unserer rechten Abwehrseite. Der Ball flog halbhoch herein, die Lauffener rannten in die Flanke, die Wimpfener nicht. 1:0. Wenige Minuten später hatten endlich die Wimpfener auch so etwas wie eine Torchance, die aber mehr oder weniger zufällig entstand. Andreas Dähnel hatte im eigenen Strafraum den Ball und wurde wieder aggressiv angegangen, sodass ihm garnichts anderes übrig blieb als einen langen Ball zu schlagen. Der landete bei Matthias Geiger. Der Torhüter der Heimmannschaft verspekulierte sich und kam weit aus seinem Tor heraus. Matze erkannte die Situation und schoss aus etwa 40 Metern auf das Tor, das heißt leider knapp neben das Tor. Aber das war nur ein kurzer Aufschrei der Wimpfener, das Spiel änderte sich nicht. Freistoß Lauffen auf unserer rechten Abwehrseite. Eine fast identische Situation zum 1:0. Dieses Mal flog der Ball aber hoch auf den langen Pfosten und Sascha Peukert zwischen den Pfosten hätte den Ball eigentlich fangen müssen. Er schaute aber offensichtlich direkt ins Flutlicht, ließ den Ball fallen, ein Lauffener Stürmer schoss aus kurzer Entfernung, Sascha parierte reflexartig, beim Nachschuss hatte er aber keine Chance mehr – und unserer Abwehrspieler griffen auch nicht ein. 2:0. Den Wimpfenern Fans wurde schon Angst und Bange. Bekommen wir heute eine Lehrstunde? Nein. Der zweite Gegentreffer sollte unseren Jungs endlich klarmachen, dass das Spiel begonnen hatte und dass sie etwas tun müssen, um nicht unterzugehen. Endlich nahmen sie den Kampf an, endlich waren sie wacher, gedanklich schneller und bissiger. Der eine oder andere Angriff rollte jetzt auf das Tor der Sportfreunde und einer davon lief über unsere linke Seite. Florian Schulz bekam den Ball kurz vor der Torauslinie und ging in den Zweikampf. Ob der Ball nun von Florian oder seinem Gegenspieler zu Matthias Klinkert gespielt wurde, ist irrelevant. Wichtig war, dass er zu „Klinke“ kam, denn der fackelte nicht lange uns schoss mit dem Außenrist vom Strafraumeck in den langen Winkel zum Anschlusstreffer. Halbzeit.

Die zweiten Halbzeit begann wie die erste Halbzeit – nur mit umgekehrten Vorzeichen. Während Lauffen noch vom Pausentee zu träumen schien, rollte eine SG-Angriffswelle auf deren Tor zu. Und eine davon sollte den Ausgleich bringen. Matthias Klinkert setzte sich auf links durch und flankte flach auf den kurzen Pfosten. Matthias Geiger nahm den Ball an, stand erst mit dem Rücken zum Tor, drehte sich dann aber und schoss mit links aufs lange Eck. Dort stand Lukas Köbl, der den Ball annah, zweimal aufzog, sodass die panisch auf der Torlinie grätschenden Abwehrspieler zweimal ins Leere rutschten und schob dann letztlich cool zum 2:2 ein. In der Folgezeit war die SG weiter die bessere Mannschaft, ohne jedoch zu großartigen Torchancen zu kommen. Erst etwa eine viertel Stunde vor Abpfiff kamen die Lauffener wieder etwas zurück in die Partie, aber auch sie hatten keine nennenswerten Gelegenheiten mehr. So trennte man sich nach einem turbulenten Abend letztlich leistungsgerecht unentschieden. Hätte man die ersten gut 20 Minuten nicht komplett verschlafen …

Tore: 1:0 (13. Min.), 2:0 (17. Min.), 2:1 Klinkert (40. Min.), 2:2 Köbl (51. Min.)

es spielten: Peukert, Gröger, Sitter, A. Dähnel, J. Dähnel, Geiger, Köbl (73. Min. Bergander), Hess, Jordan, Klinkert, Schulz (65. Min. Vollmer)