SG Bad Wimpfen I - Sport-Union Neckarsulm II

Bei erneut sommerlichen Temperaturen waren die Wimpfener offensichtlich zu lange mit den Köpfen in der schattigen Kabine. Wir hatten Anspiel und schoben den Ball schön in den eigenen Reihen hin und her. Soweit so gut. Aber irgendwann wurde aus dem Ballbesitz der SG dann aber doch Ballbesitz für NSU und mit diesem ersten Ballbesitz kamen sie gleich in unseren Strafraum, von dessen Eck ein Spieler einfach dachte, er könne mal schießen. Er dachte das nicht nur, sondern tat es auch – und er tat es gut. Unerreichbar für SG-Schlussmann Marco Lange landete der Schuss am Innenpfosten und prallte von dort ins Tor. 0:1. Guten Morgen, SG! Es dauerte dann einige Zeit, bis sich die Hausherren von diesem frühen Rückschlag erholt hatten, aber mit zunehmender Spieldauer fanden sie immer besser ins Spiel und übernahm gegen die junge, technisch sehr gute Elf aus der Audi-Stadt nach und nach das Kommando. In der 18. Minute spielte dann Raphael Weilbrenner einen starken Ball über 50 Meter genau in den Lauf von Niklas Watzl und dann geschah was, was eigentlich nie geschieht: Niklas verlor das Laufduell mit seinem Gegenspieler. Zwei Minuten später, ähnliche Situation, selbe Protagonisten seitens der SG und Niklas verliert nicht zwei Laufduelle in einem Spiel. Er setzte sich demnach gegen seinen Gegenspieler durch, letztlich war beim Abschluss der Winkel aber zu spitz, sodass der Torhüter Niklas‘ Schuss mit dem Fuß abwehren konnte. Die SG war jetzt richtig gut im Spiel und es war nur eine Frage der Zeit bis der Ausgleich fällt. Dies geschah dann hochverdient in der 26. Minute. Nico Dobmeier hatte im Halbfeld den Ball und chippte diesen mit viel Gefühl in den Strafraum auf Matthias Geiger. Dieser erinnerte sich offenbar an die guten alten Zeiten mit Horst Hrubesch und verlängerte Nicos Ball mit dem Hinterkopf über den Torhüter hinweg unter die Latte. Emre Sari hätte dann nach gut einer halben Stunde Spielzeit seine Farben in Führung bringen können. Er ist aber offenbar zu jung, um sich an Horst Hrubesch zu erinnern und so köpfte er nach einem Freistoß von Maxi Gräßle aus kurzer Entfernung vorbei. Drei Minuten später zeigte die SG, wie einfach Fußball sein kann. Moritz Schuischel hatte den Ball kurz vor der Mittellinie und schickte mit einem tollen Pass Nico Dobmeier auf die Reise. Dieser lief in die Box auf die Grundlinie, von wo aus er in die Mitte passte. Niklas Watzl stand goldrichtig und schob den Ball einfach zur hochverdienten Führung ins Tor der Gäste. Noch vor der Pause hätte erneut Niklas Watzl nach einem Geiger-Zuspiel das 3:1 machen können. Sein Schuss ging dieses Mal aber knapp am Tor vorbei. Dann war Halbzeit und irgendwie schien die SG nach dem erneuten Anstoß wieder mit den Köpfen noch bei Sonnenschirmen oder ähnlichem zu sein. Ballverlust im Spielaufbau, Unterzahl im eigenen Strafraum, Ausgleich. Hallo, SG, die zweite Halbzeit hat begonnen! Ah, ok, Die SG hatte das jetzt auch mitbekommen und spielte wieder Fußball, spielte guten Fußball, spielte schönen Fußball, spielte leidenschaftlichen Fußball. Nach nicht mal einer Stunde dann die erneute SG-Führung. Ein scharf getretener Eckball mit genau der richtigen Höhe in genau den richtigen Raum ermöglichte es, dem einlaufenden Nico Dobmeier eine Lehrstunde in Sachen Kopfball darzubieten. Mit vorbildlichem Bewegungsablauf wuchtete er das Ding unhaltbar in die Maschen. Horst Hrubesch hätte es gefallen. Das Spiel war jetzt im Grunde gelaufen. Nachdem Emre Sari nochmal eine Eins-gegen-Eins-Situation mit dem Torhüter liegen ließ, fiel mit dem dritten Kopfballtor die Entscheidung. Flanke Maxi Gräßle, Kopfball Horst Geiger, äh, Matthias Geiger. 4:2. Beide Mannschaften schalteten jetzt ein bis zwei Gänge zurück und ein schöner, für die SG letztlich sportlich erfolgreicher Sommernachmittag ging langsam zu Ende.
  • Torfolge:
    0:1 (3. Min.), 1:1 Geiger (26. Min.), 2:1 Watzl (36. Min.), 2:2 (47. Min.), 3:2 Dobmeier (56. Min.), 4:2 Geiger (68. Min.)
  • Ereignisse:
  • Aufstellung:
    Lange, Kaykun, M. Gräßle, Sari (75. Min. Bartruff), Dobmeier, Geiger, Watzl (73. Min. Steiger), M. Schuischel (80. M. Banhardt), Rudolph, Weilbrenner, Jordan (78. Min. F. Schuischel)
  • Trainer:
    Dobmeier
  • Zuschauer:

4:2

(2:1)

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