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Silhouette Bad Wimpfen

TSV Botenheim - SG Bad Wimpfen I

Eine unnötige Niederlage kassierten wir in den Weinbergen von Botenheim. Bereits in der zweiten Minute musste Dirk Zimmermann einen Schuss aus 12 Metern mit dem Fuß zur Ecke klären und beim darauffolgenden Eckball hatten wir Glück, dass der Stürmer einen Meter vor dem langen Pfosten völlig alleingelassen danebenköpfte. Eine Minute später hatten wir wieder Glück als ein TSV-Stürmer alleine vor Dirk auftauchte und nur den Pfosten traf. So, alle wach? Nicht so wirklich und als bereits in der neunten Minute Marc Häffele verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste, verlieh das der SG nicht wirklich Sicherheit. Als sich das Spiel etwas zu beruhigen schien, hatte Finn Schuischel weit in der eigenen Hälfte den Ball. Keine Anspielstation vorne, also wählte er den vermeintlich sicheren Rückpass zu Dirk. Dirk wollte den Ball dann nach vorne schlagen, aber im genau falschen Zeitpunkt versprang das Spielgerät, Dirk schlug ein Luftloch und der Ball hoppelte zur TSV-Führung ins Tor. Acht Minuten später schossen dann aber auch wir das erste Mal nennenswert auf das Tor der Hausherren. Der Schuss von Ben Straub aus zwanzig Metern ging dann aber doch einen guten Meter drüber. Eine Minutespäter machte dann Toni Della Rocca „Della-Rocca-Sachen“. Nach einem Zuspiel von Matthias Geiger hätte Toni eigentlich direkt auf das Tor zu gehen und dann abschließen oder sogar sofort abschließen können. Aber was machte Toni? Er nahm den Ball an und wartete, bis zwei Gegenspieler da waren. Toni drehte sich mit Ball zuerst um den einen, dann drehte er sich mit Ball um den anderen – um dann platziert ins lange Eck zum Ausgleich abzuschließen. Puh, durchatmen, neu sortieren und endlich ins Spiel finden. Aber Pustekuchen. Bereits im Gegenzug kassierten wir den erneut vermeidbaren Gegentreffer. Schon im Mittelfeld standen wir viel zu weit weg vom Gegenspieler und hatten so keinen Zugriff. Der konnte in aller Seelenruhe auf unserer rechten Seite Richtung Grundlinie laufen und flanken – und auch der Abnehmer vor unserem Tor profitierte davon, dass unsere Abwehrspieler zu dem Zeitpunkt offenbar in der Mittagspause waren. Völlig freistehend hatte er keine Mühe. Dieses Defensivverhalten, sollte man es als solches bezeichnen können, war wieder über die gesamte Spielzeit eher mangelhaft. Fast immer konnten die Botenheimer den Ball annehmen und überlegen, da unsere Mannen viel zu weit weg standen. Dass man einen Gegenspieler schon bei der Annahme oder sogar eventuell schon vorher unter Druck setzen könnte, auf diese Idee kamen unsere offensichtlich nicht – obwohl es uns der Gegner regelmäßig zeigte, in dem sie uns keinen Platz zum Atmen ließen. Trotz alle dem kamen wir noch vor der Pause zur großen Chance auf den Ausgleich. Erneut ein Geiger-Pass knackte die Abwehr und Ben Straub stand alleine vor dem Torhüter – schoss den Ball aber am Tor vorbei. In der zweiten Halbzeit war die Partie ausgeglichen – mit dem kleinen, aber feinen Unterschied, dass wir nach wie vor nicht wirklich nah am Gegenspieler standen, sondern auch unser Passspiel teilweise mehr als zu wünschen übrig ließ. In der 64. Minute hatte ein solcher Katastrophen-Fehlpass in der eigenen Hälfte das 3:1 zur Folge und sechs Minuten später folgte das 4:1 erneut nach einem Harakiri-Ballverlust. Das Spiel schien entschieden, aber Maximilian Rheindt spielte mal einen richtig guten Pass in die Spitze auf den kurz zuvor eingewechselten Manuel Bartruff, der es dann geschickt machte, den Torhüter einfach auskuckte und letztlich ins leere Tor schoss. Jetzt hatten wir deutlich mehr Ballbesitz und drückten auf den Anschluss. Nach Ballgewinn am eigenen Strafraum spielte Yusuf Güzel auf linke zu Ben Straub, der seinen Gegenspieler stehen ließ und Richtung Tor sprintete. 35 Meter vor der Grundlinie steckte er den Ball in die Gasse zu Matze Geiger, der dann aber aus leicht spitzem Winkel knapp am Dreieck vorbeischoss. In der 84. Minute schlug Yusuf dann einen Eckball, den die Botenheimer mit Müh und Not aus dem Strafraum bekamen. An der Strafraumlinie wartete aber Manuel Bartruff, der den Ball volley aufs Tor brachte. Von Mann und Maus irritiert, reagierte der Torspieler garnicht und so ging der Schuss zum 4:3 in die Maschen. Nun drückten wir sogar auf den Ausgleich, mussten sogleich aber auch den einen oder anderen Konter überstehen. Letztlich blieb es beim 4:3. Diese Niederlage war erneut sehr unglücklich, teilweise aber auch einfach selbst verschuldet. Extrem unglücklich war natürlich das Eigentor zum 1:0. Selbstverschuldet ist das Defensivverhalten und das mangelhafte Passspiel. Und das ist halt das, was mich immer so nervt. Jungs, ihr könnte doch direkt am Gegenspieler stehen und den gleich unter Druck setzen und ihr könnt auch Pässe über zehn Meter zum Mitspieler bringen. Warum macht ihr es dann nicht?
  • Torfolge:
    1:0 (18. Min.), 1:1 Della Rocca (27. Min.), 2:1 28. Min.), 3:1 (64. Min.), 4:1 (70. Min.), 4:2 Bartruff (73. Min.), 4:3 Bartruff (84. Min.)
  • Ereignisse:
  • Aufstellung:
    Zimmermann, J. Zwickl (58. Min. Weiß), Della Rocca (72. Min. Bartruff), Straub, Geiger, Luft, F. Schuischel (78. Min. Fuchs), Rheindt, Dispenzieri (58. Min. C. Zwickl), Jordan, Häffele (9. Min. Güzel)
  • Trainer:
    Christopher Luft, Oguzhan Öztürk
  • Zuschauer:

4:3

(2:1)

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